Preisprognosen durch Agripreis

Importe aus den USA

Obwohl wir uns in Europa mit Raps selbst versorgen könne, wird dennoch eine große Menge Mais aus den USA importiert. Wertmäßig beliefen sich die Zuckermaisimporte nach Schätzungen von IndexBox im Jahr 2017 auf insgesamt 470 Millionen USD, gegenüber 447 Millionen USD im Vorjahr.

Tatsächlich angewiesen auf US-Getreideimporte waren EU Staaten in den letzten 15 Jahren nur in den Wirtschaftsjahren.

Polen hatte 2017 den höchsten jährlichen Importpreis für Süßmais in Europa, während andere führende Länder gemischte Trends bei den Import- und Preiszahlen aufwiesen. Im März 2016 wurde die Entscheidung der Europäischen Kommission, höhere Maispreise im Verhältnis zum Weltmarkt festzusetzen, aufgehoben. Es wurde beschlossen, dass es keine Erhöhung der Importzölle auf Mais, Sorghum und Roggen aus den Vereinigten Staaten geben würde. Der Mechanismus zur automatischen Berechnung der Einfuhrzölle wurde ausgelöst und liegt nun bei 5,27 € pro Tonne, verglichen mit 6,25 € pro Tonne im Jahr 2015.

Weniger Mais Import aus den Vereinigten Staaten

Nordamerika, das 2006 etwa die Hälfte des weltweit produzierten Mais produzierte, hat sich in den letzten Jahren mehr auf die Verwendung des Getreides für die Ethanolproduktion konzentriert, was zu einem Anstieg der Nachfrage nach Mais geführt hat.

Zum Rückgang der US-Exporte trug auch die Entscheidung der US-Regierung vom März 2016 bei, die Politik der Garantiepreisstützung aufzugeben. Im Jahr 2013 führte China genetisch veränderte Maissorten ein, und das Ergebnis dieser Auswirkungen ist ein Rückgang der Preise für US-Mais und Sorghum sowie des Dollarkurses gegenüber dem Euro. Dies ist auf einen Rückgang der Nachfrage nach Bioethanol aufgrund der Pandemie zurückzuführen, der in der Folge zu einem Rückgang des US-Dollars gegenüber dem Euro führte. Im März 2017 lag der Durchschnittspreis für Mais auf dem Markt der Europäischen Union (EU) bei 149,84 Euro, verglichen mit 162,24 Euro vor einem Jahr.

Die Preissenkung für Mais für 2018-19 wurde durch einen Anstieg der US-Maispreise und einen Rückgang des Preises für US-Sorghum verursacht. Die internationalen Maispreise sind in den letzten Monaten deutlich gestiegen und reagierten damit auf einen deutlichen Rückgang der Maispreise in Nordamerika und auf dem US-Maismarkt. Die Maisimporte Chinas gingen von 2015 bis 2016 zurück, und der Rückgang der Maispreise auf dem heimischen Markt hat die Importe weniger attraktiv gemacht. Während China dies weiterhin tut, ist der Maishandel zurückgegangen, wobei China laut Oxfam von Platz 23 im Jahr 2015 auf Platz 16 im Jahr 2016 gefallen ist.

Aktuelle Spitzenpreise

14 Monatshoch

In den letzten zweieinhalb Monaten ist der US-Maispreis von 300 Cent pro Scheffel auf mehr als 410 Cent gestiegen. Bereits zu Jahresbeginn hat er sein Vor-Corona-Niveau von 390 Cent verlassen und ein 14-Monats-Hoch erreicht. Die starke Nachfrage, insbesondere aus China, und die Abwärtskorrektur der US-Ernteerwartungen haben zu Preiserhöhungen geführt. Dann erhöhte der USDA-US-Inventarbericht des US-Landwirtschaftsministeriums die Preise erneut. Was Mais betrifft, so sind sie Berichten zufolge um 10% gegenüber dem Vorjahr gesunken, sodass sie viel niedriger sind als erwartet.

Dürre in Brasilien als Superindikator?

Global gesehen ist der aktuelle Anstieg der Maispreise nicht nur auf Veränderungen in der globalen Nachfrage, sondern auch auf den Klimawandel zurückzuführen. Man geht davon aus, dass die aktuelle Dürre in wichtigen Produktionsgebieten in Brasilien ebenfalls ein wichtiger Faktor sei, der den Maispreis maßgeblich beeinflusst.

Zwar bremse der rasche Erntefortschritt in den USA den aktuellen Preisanstieg, doch mindestens ebenso sehr werden die Preise derzeit von der Situation in Südamerika bestimmt. So hätten sich die für die letzten Tage prognostizierten Regenfälle in Brasilien als zu spärlich herausgestellt, um die Bedingungen für die Sojabohnenaussaat entscheidend zu verbessern. Noch immer sei es deutlich zu trocken, was zur Folge habe, dass im wichtigsten Anbaustaat Mato Grosso letzte Woche erst drei Prozent der Felder bestellt waren, im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt dagegen bereits 19 Prozent und im Durchschnitt der letzten Jahre 17 Prozent, heißt es weiter.

Was sieht die Zukunft aus?

Wie dem auch sei, es ist in Brasilien noch immer deutlich zu trocken, aber die Wetterprognosen verbreiten weiterhin Optimismus und lassen für die kommenden Wochen auf die dringend benötigten Regenfälle hoffen.

Das USDA hat seine Prognose für die Weltbilanz für 2020/21 in ein September-Defizit umgewandelt. Die Nachfrage bleibt stark. Das US-Landwirtschaftsministerium berichtete vor kurzem, dass die täglichen Bestellungen für Mais und Sojabohnen in China, insbesondere in den USA, Daten sind, auf die der US-Markt natürlich stark reagiert.